Gedanken zu Sylvester
Gedanken zu Silvester
Wenn wir unserem EGO folgen, deuten wir die Niederlagen anderer als Siege, ohne zu merken, dass wir außer einem vorübergehenden Triumphgefühl nichts gewonnen haben.
Lautstärke ist keine Stärke, ebenso wenig körperliche Überlegenheit.
Es kostet lediglich Körperkraft und Sauerstoff, laut zu werden oder loszuschlagen.
Die Lauten finden wir selten in der ersten Reihe, wenn es um Einsatz geht, wenn eine Gefahr droht, wenn Herausforderungen zu bestehen sind.
Wir können nicht abschätzen, was wir anrichten, wenn wir unsere persönlichen Interessen in den Vordergrund stellen.
Wir sehen nicht und können nicht sehen, was wir damit aufgeben. Denn es liegt jenseits unseres persönlichen Gartenzauns.
Die Verbindung zu der Welt, die uns das Leben ermöglicht.
Liebe oder persönliche Triumphe: Wir haben die Entscheidung.
Persönliche Triumphe schließen andere aus. Eine in der Regel vorübergehende Bewunderung kann sich mit dem Glück der Liebe nie messen.
Für persönliche Triumphe verschließen wir unsere Tür für die Liebe.
Persönliche Triumphe setzen Niederlagen anderer voraus. Woher nehmen wir das Recht auf Vorrechte.
Gott hat sich von dem Engel getrennt, der dieses Vorrecht für sich in Anspruch genommen hat.
Die schlimmsten Leiden dieser Welt haben einen gemeinsamen Ausgangspunkt.
Die Rücksichtslosigkeit.
Diese Rücksichtslosigkeit lässt sich verstecken.
Sie lässt sich verstecken hinter „Sachzwängen“, „Gemeinwohl“, „Ich wollte nur Euer Bestes“. Vor allem, wenn die Betroffenen nicht gefragt werden.
Sie lässt sich verstecken in der „großen Opfern“, die dann aber von anderen erwartet, wenn nicht gefordert werden.
Achtung verdienen Menschen, die ertragen, Bürden auf sich nehmen, Pflichten und Aufgaben erfüllen, einfach, weil sie es notwendig finden.
Achtung verdienen Menschen, die Aufmerksamkeit, Zeit und Energie schenken ohne darauf zu achten, ob sie dafür belohnt werden.
Achtung verdienen Menschen, die sich an Schönem und Gutem freuen können ohne persönlichen Nutzen.
Achtung verdienen die Leidenden. Sie sind denen, die noch ungeschoren geblieben sind um Längen voraus. Sie verdienen Bewunderung für die Stärke, Geduld und Kraft, die sie einsetzen, um ertragen zu können.
Menschen, die leiden und opfern, sind der Welt der Liebe näher als die strahlenden Sieger.
Was wird übrig bleiben, wenn die Scheinwerfer ausgehen?
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